1960-1969

WAGO - Die Gründungsgeschichte
Startklar für den Weltmarkt
1961 steigt Wolfgang Hohorst in das Unternehmen ein und bringt viele neue Ideen mit. Seine Vision: Federklemmtechnik: besser, sicherer, wirtschaftlicher – mit diesem Ansporn möchte er das Unternehmen nach seinem Einstieg auf Kurs bringen. Eine seiner zukunftsweisenden Entscheidungen ist 1966 der weltweit erstmalige Einsatz von Polyamid 6.6 anstelle von Duroplast für die Klemmengehäuse von Reihenklemmen. Außerdem erweitern in den 1960ern Steckverbinder und einlötbare Klemmen mit Federanschluss für Leiterplatten das Produktportfolio des Unternehmens und der Einsatz der Federklemmtechnik in Kondensator- und Vorschaltgeräteklemmen ermöglicht WAGO schließlich den Einstieg in die Leuchtenindustrie.
Produktentwicklungen und Ereignisse aus den 1960er-Jahren
1967
Der Siegeszug der Leiterplatten - WAGO ist vorne dabei
Bis 1967 gibt es noch keine Steckverbinder und einlötbare Klemmen mit Federanschluss für Leiterplatten. WAGO entwickelt daher die ersten Direktstecker für Leiterplatten mit Federanschlusstechnik für ein- und feindrähtige Leiter von 0,2 bi 1 mm⊃2;. Die Stecker sind modular aufgebaut und stehen 12, 18, 24, 30 und 36-polig zur Verfügung. Gleichzeitig stellt WAGO Ende der 1960er Jahre die erste Familie Leiterplattenklemmen mit Federanschluss-technik und integrierter Prüfbuchse vor. Der modulare Aufbau der Klemmen erlaubt eine besonders kostengünstige Fertigung beliebiger Polzahlen. WAGOs Einstieg in den Bereich der Anschluss-Komponenten für Leiterplatten ist erfolgreich geglückt.
1967
Erste Erfahrungen mit Komponenten für Leiterplatten
Der Produzent für Aufzugsanlagen Otis ist schon seit 1964 Großabnehmer von Doppelstock-Reihenklemmen und plant 1965 die Einführung von Leiterplatten. Dafür ist das Unternehmen auf der Suche nach Steckverbindern, die auf der Rückseite der Steuerschränke verdrahtet sind und das direkte, frontale Einstecken der Leiterplatten ermöglichen. Eine kleine Revolution für den Aufbau von Schränken in der Aufzugsindustrie. WAGOs Designvorschlag wird sofort akzeptiert und Otis wird der erste und größte Abnehmer von Leiterplatten-Steckverbindern. Viele kleinere Abnehmer folgen. Parallel dazu ist Siemens Erlangen für ein Projekt auf der Suche nach einer Leiterplatten-klemme mit Federanschlusstechnik, da sie aufgrund der WAGO Blockklemme schon gute Erfahrungen mit dem Federanschluss sammeln konnten. Die bereits nach wenigen Wochen vorgestellten Erstmuster der WAGO Leiterplattenklemmen werden begeistert aufgenommen. Und die Klemmen werden anschließend erfolgreich an weitere Kunden vertrieben.
1968
Erste Federklemmen integriert in Kondensatoren und Vorschaltgeräten
Schon 1968 entwickelt WAGO in Zusammenarbeit mit der Firma Bosch die erste schraubenlose Steckklemme für Kondensatoren. Ein Erfolgsprodukt, das kurze Zeit später zum Standard bei Bosch und AEG wird. Ausgehend von diesem Erfolg entwickelt WAGO 1969 die erste Schraub/Steckklemme für Vorschaltgeräte. Dies ist der Beginn der Federklemmtechnologie in der Leuchtenindustrie.
1968
Einstieg in den Markt der Leuchtenindustrie
Die Federklemmen für Vorschaltgeräte und Kondensatoren sind Schrittmacher für die Federklemmtechnik in der Leuchtenindustrie. Der Grund: Leuchten werden ausschließlich eindrähtig verdrahtet. Mit Federsteckklemmen wird die Verdrahtungsarbeit nun auf das Einstecken des Leiters reduziert – ein enormer Zeitgewinn! Kondensator- und Vorschaltgerätklemmen werden zu einem jahrzehntelangen Erfolg für WAGO. Ein Erfolg, der bei WAGO die Entwicklungsarbeit an Klemmenleisten für die Innenverdrahtung und den Netzanschluss von Leuchten vorantreibt.
Erhalten Sie hier einen Einblick in weitere Dekaden der WAGO-Unternehmensgeschichte